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Text-Rezensionen

zum Text: Skizze zu Babel und Bibel

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Eintrag von Rüdiger (vom 20.1.2007) (weitere Einträge von Rüdiger)

Hier erfahren wir, was Karl May sich alles so gedacht hat beim Verfassen von „Babel und Bibel“, und vielleicht teilweise auch hinterher; ich gebe zu, das ist wesentlich mehr, als ich bei der Lektüre je wahrgenommen habe.

„Leider sind da die gegenwärtigen Zustände unserer Bühne keineswegs geeignet, mich in den Hoffnungen zu bestärken, die ich auf diese meine erste dramatische Arbeit setzen möchte“ (S. 465). Das ist immer noch nicht anders, lieber Karl May. Warten wir die nächsten hundert Jahre ab, und dann muß es ja vielleicht nicht wieder eine Schüleraufführung sein.

„Diese 1906 geschriebenen Worte muten wie eine Prophezeiung an“, heißt es in einer Fußnote auf S. 470 (alle Zitate: Gesammelte Werke Band 49, „Lichte Höhen“) zu einer klugen Bemerkung Mays über inneren und äußeren Frieden, so ist es, aber diese „Prophezeiung“, ich würde eher von klarem Blick oder verfeinerter Wahrnehmung sprechen, beziehe man bitte nicht nur horizontverengend auf ersten oder zweiten Weltkrieg. Aggresssion und Krieg ist IN UNS, und solange das so ist, vermutlich bis zum „Jüngsten Tag“, wird es Aggression und Krieg auch im Außen geben, zwischen Schalke und Dortmund wie zwischen Ost und West oder Nord und Süd.

Sehr kluge Bemerkungen lesen wir zu Hakawati, Imam und Kadi sowie zur „richtig verstandenen“ (!) Weltanschauung „Christi, des Erlösers“ (S. 473/74).

Hübsche Sätze, „Wer von seiner Geographie und von seiner Landkarte nicht lassen will …“ (S. 476), „Ich sehe sie bei uns zu Tausenden, die eingefallenen Trümmerhaufen …“ (S. 477). Und die ganze Passage S. 477 Mitte – 478 Mitte. Auch über den Geist der Bibel und was mit ihm geschehen ist lohnt sich auf S. 483 nachzulesen.

Und zu „Man sieht, die Pazifikation, wie ich sie mir denke, fließt nicht so süß und mild wie Sirup aus der Kanne, aber sie ist in den Bereich der Möglichkeit gerückt, erfordert aber freilich Geist, viel Geist und mehr Geist, als der besitzt, der da denkt, man brauche einfach bloß nur abzurüsten, und dann sei alles gut !“ (S. 484) muß man wirklich gesondert darauf hinweisen, dass das bereits 1906 geschrieben ist, ein paar Jahre vor Mutlangen, Pershing II, Friedens- und Ostermärschen und wie das alles hieß und heißt.


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