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Text-Rezensionen

zum Text: »Merhameh«

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Eintrag von Kurt (vom 24.4.2005) (weitere Einträge von Kurt)

In der Person der Marie-Luise Fritsch (1890-1959) findet Karl May das ideale litrarische Vorbild für seine kleine Novelle "Merhameh", die erstmal am 31. Juli 1909 im "Eichsfelder Marienkalender erscheint und ganz dem Friedensgedanken des Autors verbunden ist.

Marie-Luise Fritsch, eine junge und sehr attraktive Frau, wird ihre Wirkung auf Karl May nicht verfehlt haben. Seit 1903 in brieflichen Kontakt, lernt sie Karl May einige Jahre später persönlich kennen und wird von der gegnerischen Seite als Mays "schöne Spionin" bezeichnet. Ob gewollt oder ungewollt findet "Lu" wie sie im Freundeskreis genannt wird, in der Novelle Karl Mays ihr literarisches Denkmal.

Heute ist "Merhameh" in Band 81 "Abdahn Effendi" des Karl-May-Verlages zu finden.

Eintrag von Rüdiger (vom 15.5.2008) (weitere Einträge von Rüdiger)

Karl Mays letzte Erzählung spielt âim östlichen Theil von Ardistan, also tief im orientalischen Hinterlande. Der Ritt, auf dem wir uns befanden, war für mich und meinen kleinen, treuen Hadschi Halef Omar ein sehr ehrenvoller. [â¦] Der Weg [â¦] ging durch Gegenden, die man damals nicht nur beschwerlich, sondern sogar gefährlich nennen muÃte, weil die Scheiks mehrerer dortiger Stämme sich mit einander veruneinigt hatten und jeden Augenblick der offene Ausbruch der Feindseligkeit zu erwarten war. Da konnte man sehr leicht zwischen die scharfen Schneiden einer sich plötzlich öffnenden Scheere gerathenâ. Wieder eine zeitlose Thematik. Interessant die Formulierung âmit einander verunreinigtâ. Ob so etwas in der Art wie unorganische Koalitionen gemeint ist, also etwas, was zusammenwächst und nicht zusammengehört ? âBeide Stämme waren, wie schon der Name andeutet, eng mit einander verwandt, hörten aber niemals auf, sich herüber und hinüber zu streiten.â

Merhameh âübte, ganz ohne es zu wissen oder gar zu wollen, eine unter Umständen unwiderstehliche Macht sogar auf rohe Menschen ausâ; ob der âPsychologâ das auch richtig sieht mit dem âohne es zu wissen oder gar zu wollenâ ?

Der Scheik hat die junge Dame nur einmal gesehen (âDas war beim damaligen Mir von Ardistanâ), blieb aber nicht unbeeindruckt.

Die gute Frau steckt, wenn zu groÃer Form auflaufend, sämtliche Menazah und Münazah mühelos in die Tasche, was indes, wenn man ein wenig Power und Ambitionen mitbringt, offenbar auch nicht allzu schwierig ist (âSie sah sich im Kreise um. Niemand antworteteâ).

Der ebenfalls nicht unbeeindruckte Beobachter erscheint ganz selbstlos: âWeil diese Drei zusammenhielten, war ich auf meinen Halef angewiesen, doch gönnte ich den beiden Männern unsere herrliche Merhameh von ganzem Herzen gern.â

Ein wesentliches Hauptmotiv oder Sujet der Erzählung, Tod und Verderben durch tragische Verwechslung oder auch Fehleinschätzung oder MiÃverständnis, kennen wir schon aus âIm Mistake-Canyonâ, diese Thematik hat Karl May lange begleitet, bis zum SchluÃ. Verständlich. Vgl. auch Edward Albee, Die Zoogeschichte.

Lassen wir doch noch einmal den Autor sprechen, der für die, sagen wir, hartgesottenen Freundinnen und Freunde von Schwarz und Weià (Raub und Mord ritterlich ? Mörder achten ? Lieben ? Und dann doch wieder opfern ? Ja wie denn nun â¦) gleichsam âKönigs Erläuterungenâ gleich mitliefert:

âFür diejenigen Leser, welche sich nicht mit dem innern, psychologischen Schluà einer Erzählung begnügen, sondern gern auch jedes äuÃere Fältchen ausgeplättet haben wollen, füge ich noch Folgendes hinzu:

Es darf nicht verwundern, daà Ali Ben Masuhl zuerst als Blutsfeind erschossen werden sollte und dann kurz darauf von dem Scheik der Münazah als Freund behandelt wurde. Bei den dortigen Beduinen gehören Raub und Mord zu den ritterlichen Werken. Es ist also kein Widerspruch, daà man einen Mörder persönlich achtet und sogar liebt und doch gezwungen ist, ihn der Blutrache zu opfern.â

So ist das.

Und die Moral von der Geschicht': "Allah nur allein ist gerecht. Nimmt der Mensch die Rache in die Hand, so trifft er stets Niemand, als nur den eigenen Bruder. Von nun an sei Friede!"

Bis zum nächsten Mal.


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