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zum Text: Der Amsenhändler, Humoristische Episode aus dem Leben des alten Dessauers von Karl May

Lesevergnügen 1 Punkt 1 Punkt 1 Punkt kein Punkt kein Punkt
Information über Land und Leute 1 Punkt 1 Punkt 1 Punkt kein Punkt kein Punkt
Biografische Bedeutung 1 Punkt 1 Punkt kein Punkt kein Punkt kein Punkt


Eintrag von Rüdiger (vom 8.12.2006) (weitere Einträge von Rüdiger)

Die Ignoranz des Fürsten, der in seiner Borniertheit auch vor Prügeln nicht haltmacht, wenn andere einen weiteren Horizont haben als er selber, mag man kaum mitansehen bzw. -lesen, und komisch finde ich es auch kaum, selbst wenn der Disput um die nach Ansicht des Fürsten mit Musik zu füllenden Pausen in der Musik stellenweise nicht unoriginell ist, „Weshalb stehen sie denn da, als um geblasen zu werden !“, die Pausen nämlich.

Und wieder geht es um die Soldatenwerberei, dass es da auch um Leben und Tod geht, wird zwar ganz klar gesagt, aber das Ganze trotzdem wie immer verharmlost und verjuxt.

Unter all dem dummen Zeug, das die Hauptperson dieser Geschichten redet, finden sich auch immer wieder einmal kleine Perlen: „Ich bin ein guter Kerl, ein seelenguter Halunke, aber wenn ich einmal den Rappel kriege, so hält es kein Mensch mit mir aus, nicht einmal ich selber !“ Das verdient denn doch, protokolliert zu werden.

Dann gibt es, in diesen Geschichten erstaunlich, eine rührende Szene, ein junger Mann verbittet sich zu weit gehende Beleidigungen, und erwischt den Fürsten bei seiner Ehre. Von Tränen ist gar die Rede, bei dem jüngeren.

Hernach gerät die Angelegenheit zwischenzeitlich zum bloßen Klamauk, der Fürst landet nacheinander im Sirup- und Mehlfaß, und dann folgt unversehens eine interessante Stelle: „Leopold machte keine Umstände mit ihm, versetzte ihm einen Schlag an die Schläfen, dass er besinnungslos niederstürzte“ – aha, ein früher Old Shatterhand.

Und dann das übliche, irgenwie immer etwas beunruhigende „Happy End“, das mit seinen schalen Nebengeschmäckern eigentlich so recht nie ein solches ist. Da wird übertüncht und unter den Teppich gekehrt, dass es nur so brummt. Aber das soll gesellschaftlich so üblich sein, auch heute noch.


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