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Text-Rezensionen

zum Text: Der Oelprinz, Zeitschriftenfassung

Lesevergnügen 1 Punkt 1 Punkt 1 Punkt 1 Punkt 1/2 Punkt
Information über Land und Leute 1 Punkt 1 Punkt 1 Punkt kein Punkt kein Punkt
Biografische Bedeutung 1 Punkt 1 Punkt 1 Punkt kein Punkt kein Punkt


Eintrag von Rüdiger (vom 1.2.2005) (weitere Einträge von Rüdiger)

In der "Jugenderzählung" DER OELPRINZ finden sich erstaunlich aktuell anmutende Zeilen, die sich, ebenso erstaunlich, selbst in der Bamberger Ausgabe wiederfinden (von den üblichen stilistischen Veränderungen abgesehen), bei den sogenannten Jugenderzählungen hat man ja sonst schon mal seitenweise mit der ganz groÃen Schere gekürzt, und gesellschaftskritische Stellen standen, auch bei anderen Werken, immer mit ganz vorn auf der Streichliste.

Textbeispiel:

âDie Westmänner vom alten Schrote und Korne - leider ist diese Sorte bis auf wenige, die man zählen kann, jetzt ausgestorben - waren ganz andre Menschen als das Gesindel, welches nach ihnen kam. Unter dem Ausdrucke Gesindel sind hier nicht etwa nur moralisch verkommene Menschen gemeint; dieses Wort hat hier eine andre als die gewöhnliche Bedeutung. Wenn ein Millionär, ein Bankier, ein Offizier, ein Advokat, meinetwegen auch der Präsident der Vereinigten Staaten selbst, nach dem Westen geht, ausgerüstet mit den jetzigen massenmörderischen Waffen, ängstlich behütet und bewacht von einer zahlreichen Begleitung, damit ihm ja keine Mücke in die Hühneraugen beiÃt, und von einem sicheren Standorte aus das Wild zu hundert Exemplaren niederknallt, ohne dessen Fleisch gegen den Hunger zu gebrauchen, so wird dieser hohe und vornehme Herr von dem wirklichen Westmann eben zum »Rabble«, zum Gesindel gerechnet. [â¦]â

âIm Nationalparke droben »hegt« oder »schont« man jetzt einige Büffel; hier oder da kann man in irgend einem zoologischen Garten noch einen einzelnen sehen; aber in der Prairie, welche sie früher zu Millionen bevölkerten, sind sie ausgestorben; der Indianer verhungert körperlich und moralisch, und einen wirklichen, echten Westmann sieht man nur noch in Bilderbüchern. Daran ist das schuld, was der Trapper, der Squatter »Gesindel« nennt.â

-

Sehr schönes Buch. Mal spannend, mal gesellschaftskritisch, mal witzig.
May in groÃer Form.


Eintrag von jimmydean (vom 18.3.2005) (weitere Einträge von jimmydean)

neben dem halbblut der schwächste der "union-bände"... der band kommt irgendwie nicht recht in schwung, alleine die kompositorische idee verdient beachtung, die umsetzung ist ziemlich miÃglückt, eine ähnliche thematik wird in "der felsenburg" um einiges besser behandelt...

Eintrag von Helmut (vom 17.12.2006) (weitere Einträge von Helmut)

Als 6. Geschichte Mays erschien ab Oktober 1893 "Der Ãlprinz" im "Guten Kameraden".
Damit ist ihm m.E. der zweite "groÃe Wurf" bei den im Wilden Westen spielenden Jugenderzählungen gelungen.
Er hat dabei den Fehler des "Silbersees" (wenn man davon reden kann), nämlich das zu groÃe Personal, wieder korrigiert. Insbesondere ist auch das m.M. nicht so ganz geglückte Aufteilen des "Haupthelden" auf 2 Personen (Old Firehand und Old Shtterhand) wieder gestrichen.
So ist auf der einen Seite wieder eine der (aller-)besten Erzählungen Mays entstanden.
Die (Haupt- und Nebenfiguren) sind hier m.E. vollständig herausgebildet. So nimmt es auch kein Wunder, dass die "KMV-Bearbeiter" einiges davon in die Winnetou Trilogie übernahmen.

Andererseits aber ist dieser Text auch biografisch sehr "interessant".
Da ist z.B. dieser Kantor emeritus, dessen ständige Beharren auf diesem "emeritus" schon sehr nach "ich will nie wieder einen falschen Titel führen" (Stollberg-Affäre und der falsche Dr. Titel!!) des Autoren klingt.
Und dann gibt es da dieses erste Auftreten des Hobble-Franks, der sich als Old Shatterhand verkleidet hat. Da ist also wieder dieses "kleine Männchen", etwas vorlaut, voll des angelesenen Wissens (allerdings etwas "verschoben") aber mutig und auch sonst mit guten Eigenschaften ausgestattet, das versucht sich als der "ideelle Held Old Shatterhand" auszugeben.
Natürlich ist das wieder das Selbstbildnis des Autors.
So ähnlich muss er sich wohl, einige Jahre später als die Kostümfotos" gemacht wurden, gefühlt haben.



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